Presseinformation

09.05.2018 | 782-DE

Einmal aus der Rolle fallen

Girls'Day – Mädchen Zukunftstag bei Hohenstein

BÖNNIGHEIM (ivs) Sehr jung, sehr dynamisch und sehr engagiert – am 26. April 2018 tauschten 12 Schülerinnen das Klassenzimmer gegen einen Tag Berufspraxis. Im Rahmen des bundesweit stattfindenden Girls'Day verabschiedeten sich die Mädchen von den klassischen Rollenbildern und testeten bei Hohenstein am Standort Bönnigheim ihre Talente in Naturwissenschaften und Informatik.

Hohenstein als international tätige Prüf- und Forschungseinrichtung im textilen Bereich hatte den äußerst interessierten Schülerinnen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren auch einiges zu bieten: Nach der obligatorischen Führung durch ausgesuchte Arbeitsbereiche des Unternehmens erhielten die Mädchen die Gelegenheit, in einige wissenschaftliche Ressorts hineinzuschnuppern. Dort erfuhren die Teilnehmerinnen mehr über die typischen Berufe in ausgesuchten Fachabteilungen und IT-Bereichen von Hohenstein.

Wie führt man eine Materialprüfung durch? Warum sind Schadstoffe in Textilien so gefährlich? Und wofür benötigt man im Labor überhaupt eine Notdusche? Was passiert in der Softwareentwicklung? Wie programmiert man eine Webseite? Die Hohenstein Betreuer hatten eine Menge an Fragen zu beantworten. Zur Vertiefung der jeweils vorgestellten Themengebiete waren entsprechende Experimente vorbereitet, die die Mädchen, ausgestattet mit Laborkitteln und Schutzbrille, unter fachlicher Anleitung selbständig durchführen durften. Ein weiteres Highlight für die Nachwuchsforscherinnen war das mehr oder weniger selbständige Programmieren einer einfachen Webseite mit HTML. Angespornt durch die getätigten Erfolge, konnten sich auch gleich einige der jungen Gäste vorstellen, nach dem Schulabschluss die Weichen für eine technisch-naturwissenschaftliche berufliche Zukunft zu stellen.

Bernd Körbl von der Hohenstein Personalabteilung sieht durch den Girls'Day durchweg positive Impulse für beide Seiten: „Die Schülerinnen lernen die naturwissenschaftlichen Berufsfelder nicht nur in der Theorie, sondern direkt in ihrem jeweiligen Umfeld kennen. So können sie leichter für sich selbst herausfinden, ob ein technisch-naturwissenschaftlicher Beruf für sie in Frage kommt. Für uns bietet der Girls'Day einen idealen Anknüpfungspunkt für die Gewinnung von dringend benötigtem wissenschaftlichen – sehr gerne mehr weiblichen Nachwuchs für die Zukunft.“

Aktionstag Girls'Day und Boys'Day

Zentrales Anliegen des Aktionstags ist es, den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern Einblicke in unterschiedlichste Branchen zu eröffnen, in denen sie bislang noch aufgrund immer noch präsenter Rollenklischees unterrepräsentiert sind. Die teilnehmenden Unternehmen und Einrichtungen nutzen den Aktionstag verstärkt für eine frühe Ansprache von potentiellem Nachwuchs. Basierend auf dem Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung sind der Girls'Day und Boys'Day Maßnahmen, die faire Chancen in der beruflichen Entwicklung fördern. Zahlreiche Politikerinnen und Politiker unterstützen die Aktionen: Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte im Kanzleramt 24 Schülerinnen, um sie für technische Berufe und Studiengänge zu begeistern.

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